„Das Innere Team“

Persönlichkeitsmodell des Hamburger Psychologen Friedemann Schulz von Thun

Das Innere Team

Es beschreibt die vielen versch. inneren Stimmen, die in bestimmten Situationen in uns aktiv werden, mit ganz unterschiedl. Haltungen, Sorgen und Bedürfnissen.

Auch in der Hundeerziehung kennen viele das Gefühl:

„Ein Teil von mir will konsequent sein, ein anderer möchte trösten und der nächste weiß nicht, was richtig ist.“

Diese Übung hilft dir (in Anlehnung an das Modell), hinzuhören, Ordnung zu schaffen und die innere Führung zu übernehmen.

1. Wähle eine typische Situation mit deinem Vierbeiner

Denk an eine konkrete Szene, in der du dich öfter unsicher, innerlich gespalten oder unzufrieden mit deiner Reaktion bist, z. B. Hund bellt an der Leine.

2. Was sagt dein Inneres Team dazu?

Stell dir vor, in deinem Inneren sitzen verschiedene Persönlichkeiten an einem Tisch. Jeder hat eine eigene Sichtweise/eine gute Absicht.

Schreib frei heraus auf:

Welche Stimmen melden sich bei mir und was sagen sie?

Die Konsequente | „Das muss ich ihm sofort verbieten!“ | Kontrolle, Sicherheit

Die Liebevolle | „Er meint es nicht böse, er ist einfach aufgeregt.“ | Verbindung, Verständnis

Die Genervte | „Schon wieder dieses Verhalten – ich hab keine Nerven mehr.“ | Stressabbau, Selbstschutz

Die Wissende | „Ich hab gelernt, dass Klarheit wichtig ist, aber immer mit Gefühl.“ | Fachwissen, Zielstrebigkeit

Die Außenorientierte | „Was denken die Leute jetzt von mir?“ | Wunsch nach Anerkennung …

Du kannst auch deine ganz eigenen Figuren erschaffen und zwar so, wie sie sich für dich stimmig anfühlen.

3. Wer darf führen?

Nun stell dir vor, du bist die innere Moderatorin deines Teams. Du darfst zuhören, aber auch sortieren:

Welche Stimmen sind gerade hilfreich für dich und deinen Hund? Welche übertreiben es, obwohl sie es gut meinen? Welche Stimme braucht vielleicht Trost oder klare Grenzen?

Wenn du dein inneres Team kennst, kannst du in herausfordernden Situationen bewusster, gelassener und klarer handeln. Indem du vorab eine innere Haltung wählst, z. B. „Ich bin ruhig, klar und liebevoll, ich gebe Orientierung und mein Hund darf sich bei mir sicher fühlen.“

So entsteht eine vertrauensvolle Beziehung!